Die zwei Denksysteme
Unser Gehirn arbeitet mit zwei unterschiedlichen Denkmodi:
System 1 ist schnell, automatisch, intuitiv und emotional. Es erkennt Gesichter im Bruchteil einer Sekunde und wittert Gefahr. Es arbeitet ohne bewusste Anstrengung.
System 2 ist langsam, überlegt, analytisch und logisch. Es löst komplexe Probleme und trifft durchdachte Entscheidungen.
Die meisten unserer Fehler entstehen, weil System 1 Entscheidungen trifft, die eigentlich System 2 treffen sollte.
Lernen Sie zu erkennen, wann Ihre Intuition Ihnen dient und wann sie Sie täuscht.
Der Ankereffekt
Wir werden stark von der ersten Zahl beeinflusst, die wir sehen, selbst wenn sie völlig willkürlich ist.
Fragt man Sie, ob Gandhi bei seinem Tod älter oder jünger als 114 Jahre war, und danach nach seinem genauen Alter, nennen Sie eine höhere Zahl, als wenn die erste Frage 35 Jahre erwähnt hätte.
Diese Heuristik wird überall genutzt: bei Gehaltsverhandlungen, durchgestrichenen Preisen im Handel, zuerst genannten Angeboten.
Wer die erste Zahl nennt, verankert die gesamte Verhandlung zu seinen Gunsten.
Die Verlustaversion
Der Schmerz eines Verlusts ist etwa doppelt so intensiv wie die Freude über einen Gewinn. 100 Euro zu verlieren tut mehr weh, als 100 Euro zu gewinnen Freude bereitet.
Diese Verzerrung erklärt, warum:
- Gratis-Testphasen so gut funktionieren (wir wollen nicht 'verlieren', was wir haben)
- Wir Aktien im Minus behalten (Hoffnung auf Erholung)
- Formulierungen in Verlustbegriffen überzeugender wirken
Formulieren Sie Ihre Ziele danach, was Sie verlieren würden, wenn Sie nicht handeln.
Die gezeigten Cover unterscheiden sich aus Rechtsgründen von den Originalausgaben. Die Zusammenfassungen basieren getreu auf den Werken.